Mittwoch, 12. Juli 2017

dokumenta 14 in Kassel

Hier war das Werk von Máret Ánne Sara, Pile o’ Sápmi, 2017,  im Bild zu sehen. Leider darf man die Pressefotos der documenta 14 nur bis zum 31.12.2017 lizenzfrei zeigen. Deshalb ist es hier nicht mehr zu sehen. 

Dieses Jahr pilgert die Kunstwelt nach Athen und Kassel, um die Werke zu sehen, die für die vierzehnte Dokumenta ausgewählt bzw. teilweise speziell dafür gestaltet worden sind. Virtuell dorthin zu pilgern ist allerdings nicht ganz einfach. Die Website dokumenta 14 ist erstmal verwirrend. Sie hat zwar am oberen Rand ein Menü, das man aufklappen kann, doch das fällt erst auf den zweiten Blick auf. Ansonsten sieht sie einem Blog ähnlich, der über alles Mögliche informiert, was gerade so am Laufen ist. Einen Überblick über die Ausstellung erhält man erst mit dem Menüpunkt "Öffentliche Ausstellungen". Dann öffnet sich die Seite, auf der man die Namen der Künstler und Künstlerinnen und die Orte, an denen die Kunstwerke zu finden sind, - jeweils geordnet nach Athen und Kassel - aufgelistet bekommt. Und natürlich sind es viel zu viele Kunstwerke, so dass man nicht einmal ansatzweise einen Überblick bekommt, wenn man sich nicht tagelang mit dieser riesigen Kunstausstellung befasst. Soviel als Einleitung!

Umgeschaut haben wir uns nur in Kassel. Mir persönlich ist dabei aufgefallen, dass man zusätzliche Informationen zu den Kunstwerken braucht, weil die Werke aus sich selbst heraus nicht unbedingt verständlich sind. (Aber möglicherweise war das ja bei der Kunst immer so? Schließlich musste man auch bei mittelalterlichen Altären den Gläubigen erklären, welche Geschichten von Christus und Heiligen die Bilder erzählten.)

Freitag, 2. Juni 2017

Paint the Revolution - Mexican Modernism 1910–1950

Website zur Ausstellung im Museo del Palacio
de Bellas Artes in Mexico City
Diese Ausstellung tourt im Augenblick durch Amerika und Mexiko. Sie  war vom 25.10.2016 bis zum 8.1.2017 im Philadelphia Museum of Art, vom 10.2. bis zum 7.5.2017 im Museo del Palacio de Bellas Artes in Mexico City und wird vom 25.6. bis zum 1.10.2017 in Houston im Museum of Fine Arts zu sehen sein. Es gibt dazu einen englischen Katalog und einen spanischen Katalog.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kerry James Marshall - Mastry

Bis zum 3. Juli 2017 läut im "MOCA - The Museum of Contemporary Art" in Los Angeles "Mastry", eine Gesamtschau des Werkes von Kerry JamesMarshall. Diese Ausstellung war zuvor im Metropolitan Museum of Arts in New York zu sehen.

Der Maler Kerry James Marshall wurde 1955 in Birmingham, Alabama geboren und studierte am Otis Art Institute in Los Angeles. Auf Wikipedia heißt es, dass er sich als ein Künstler versteht, der die Historienmalerei in neuer Form fortführt. Er war mit seinen Werken 1997 auf der documenta X und 2003 auf der Biennale di Venezia, sowie 2007 auf der documenta 12 vertreten.

Sonntag, 2. April 2017

MAGRITTE - DER VERRAT DER BILDER

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt zeigt noch bis zum 5. Juni 2017 eine Ausstellung über René Magritte, die vorher im Centre Pompidou in Paris zu sehen war.

Ich habe es mir dabei diesmal beim Kunstsurfen ganz einfach gemacht. Der Schirn hat nämlich ein großartiges Digitorial zur Vorbereitung des Ausstellungsbesuches online gestellt und wir haben uns eine Stunde lang darin von Bild zu Bild "gehangelt".

Trotzdem kommen hier erst einmal noch die Informationen zu dem Maler René Magritte auf Wikipedia, wo man mehr über seinen Lebenslauf erfährt.

Montag, 30. Januar 2017

Das neue Museum Barberini

Die App des Museums Baberini
Vor Kurzem wurde das Museum Barberini in Potsdam eingeweiht und das war natürlich ein Anlass es auch gleich virtuell zu besuchen, besonders da es auch eine eigene App des Museums (Apple/Android) gibt, mit der man die Räume des wiederaufgebauten Palais Barberini durchwandern kann. Es gibt in ihr Bild- und Tondokumente zur bewegten Geschichte des Gebäudes und Erinnerungen von Zeitzeuginnen des historischen Palais Barberini, aber auch Führungen durch die laufenden und durch kommende Ausstellungen.

Leider lässt sich die App bisher nur auf das Smartphone hochladen. Für das Tablet, auf dem man natürlich zu Hause die Bilder sehr viel besser sehen könnte, scheint es sie - noch? - nicht zu geben. Hoffentlich ändert sich das noch!
Für alle, die sich auch ohne App einen Überblick über die ausgestellten Bilder verschaffen wollen, gibt es aber immerhin eine englische (! - auf deutsch habe ich sie nicht gefunden) Pressemitteilung, in der ab Seite 26 die Bilder des Museums abgebildet sind!

Montag, 9. Januar 2017

Verkündigung an die Hirten


Ausschnitt: Verkündigung an die Hirten
Perikopenbuch Heinrichs II., Reichenau, ca. 1007 - 1012, (by)
 Bayrische Staatsbigliothek 
Clm 4452 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/



Dieses Jahr hat das Dezember-Kunstsurfen verspätet stattgefunden. Aber auch wenn wir erst 2017 - hiermit wünsche ich allen Kunsturfern und -innen ein gutes Neues Jahr! - virtuell unterwegs waren, so bezog sich unser Thema doch noch auf das Weihnachtsfest und fand noch in der Weihnachtszeit statt. (Man vergisst heutzutage, wo unser Zeitempfinden stark von der Marktwirtschaft und kapitalistischen Interessen geprägt wird, besonders im protestantischen Norden nur zu leicht, dass die Weihnachtszeit bis zu dem Fest der Heiligen Drei Könige reicht!)

Die Verkündigung an die Hirten ist ein wichtiger Teil der Weihnachtsgeschichte. Wir haben dieses Bildthema durch die Jahrhunderte verfolgt. Zuerst schauten wir uns das entsprechende Blatt im 

Freitag, 25. November 2016

Ikonen moderner Kunst – Die Sammlung Schtschukin in Paris

Es gibt und gab immer wieder Sammler, die Kunstwerke kurz nach ihrer Entstehung gekauft haben. Oft waren diese Kunstwerke zu diesem Zeitpunkt noch nicht anerkannt, ja galten sogar noch lange als Scharlatanerie. Ein solcher Sammler war der russische Kaufmann Sergei Iwanowitsch Schtschukin, der im 19. Jahrhundert mit Stoffhandel in Moskau zu Reichtum gekommen war. Seine Sammlung wurde während der russischen Revolution beschlagnahmt. Unter Stalin wurden die Kunstwerke auf mehrere Museen verteilt und versteckt gehalten. Jetzt wird diese Sammlung zum ersten Mal fast vollständig wieder vereinigt und in Paris unter dem Titel "Icones de l`art moderne - la collection Chtchoukine" in dem modernen Museum der Fondation Louis Vuitton gezeigt (vom 22. Oktober 2016 bis 20. Februar 2017).  Die Zeitungen reden von einem großen Kunstereignis, das die Besucher in Massen anzieht. Also haben wir die Ausstellung virtuell besucht.

Claude Monet - Rocks at Belle-lle, Port-Domois - Google Art Project.jpg

Claude Monet, Le rochers de belle ile, 1886 (Public Domain 
File: Claude Monet - Rocks at Belle-lle, Port-Domois 
- Google Art Project.jpg Created: 1886-01-01/1886-12-31)
Für uns war dabei schon das neue Museum von Interesse, denn es ist ein sehr ungewöhnlicher Bau und auch hinter diesem Museum steckt ein außerordentlich reicher Mann. Nur als Anmerkung zum Kunstbetrieb unserer Zeit: Es heißt, kein staatliches Museum hätte sich diese Ausstellung leisten können! Das Gebäude des Architekten Frank Gehry kann man in einem Artikel aus der ZEIT näher kennen lernen und und in der dazugehörigen Bilderstrecke bestaunen.

Ein Porträt des russischen Sammlers Schtschukin von Henri Matisse besitzt das Metropolitan Museum of Art in New York. Schtschukins ungewöhnliche Sammlung moderner Gemälde aber kann man vollständig und sehr detailliert im Internet ansehen, denn es gibt eine ausführliche französische Website, in der man virtuell in seinem früheren Moskauer Palais herumspazieren kann. Das ist möglich, weil man historische schwarz-weiß Fotos der ehemaligen Ausstellungsräume besitzt. Die darauf abgebildeten Gemälde hat man farbig eingesetzt, so dass man sich ein gutes Bild davon machen kann, wie die Bilder ehemals gehängt waren.

Die digitale Aufbereitung der Sammlung aber reicht noch weiter, denn man hat die ganze Sammlung nach Malern geordnet in die Website eingestellt (Menüpunkt: la collection / les artistes; man kann unter diesem Menüpunkt auch nach den Museen suchen, auf die die Sammlung heute verteilt ist, sowie nach Sujet, Stil, Größe und Herkunft).
App der Fondation Louis Vuitton
Dazu gibt es noch eine kostenlose App der Fondation Louis Vuitton für das Smartphone, die durch das Haus und die jeweiligen Ausstellungen führt. Übrigens kann man auf Arte auch einen interessanten Film über den Sammler und seine Gemälde sehen.

Wir haben uns zuerst das angeblich früheste von Schtschukin angekaufte Bild angeschaut (es werden übrigens verschieden Bilder in verschiedenen Quellen genannt):

Claude Monet, Le rochers de belle ile, 1886