Montag, 6. April 2020

Kunst und Corona

Szene aus dem Turin-Mailänder Stundenbuch mit der Darstllung der Weihung eines Kirchhofes (Quelle:  Von Atelier/Werkstatt von Jan van Eyck - Web Gallery of Art:   Abbild  Info about artwork, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15498835)

Für Kunstsurfende und Kunstfreunde sammele ich hier ein paar Links, die zu Ausstellungen und Museen führen, die in dieser Zeit ihre Sammlungen für das Internet öffnen. Ich freue mich, wenn ich beim Sammeln Unterstützung bekomme (am liebsten durch Hinweise auf Twitter @LeisnerBarbara):

- Virtuelle Tour durch die Ausstellung Andy Wahrhol at Tate Modern in London auf Englisch

- auf der Webseite von "zeilenabstand.net" werden digitale Angebote in Deutschland aufgelistet (um sie zu finden muss man ein wenig herunterscrollen)

- Die Gesellschafterin Lang hat eine Website mit Ratschlägen für Senioren, dort gibt es auch ein PDF zum Herunterlagen mit dem Titel: "Das Museum auf dem Sofa – Online Rundgänge" (auch etwas herunterscrollen)

- in der Zeitschrift Geo gibt es einen Artikel über einige große Museen , die im Internet zu besuchen sind

- und auch die Alte Pinakothek in München kann man auf google arts & culture im 360Grad-Modus besichtigen

- die große Raffaelausstellung in der Scuderie del Quirinale in Rom ist zwar geschlossen, aber wenigstens lässt sich durch einige italienische Videos ahnen, was alles gezeigt wird.

Samstag, 4. April 2020

DAVID HOCKNEY - DIE TATE ZU GAST

David Hockneys Bild "Meine Eltern" in der Ausstellung des Bucerius
Kunstforums in Hamburg (David Hockney: My Parents, 1977,
Tate, © David Hockney, Foto: Tate)
Die Museen und Ausstellungen sind wegen Covid-19 geschlossen. Aber für Kunstsurfen ändert sich dadurch nichts, denn online lassen sich gerade jetzt eine Vielzahl von Kunstwerken ansehen und oft bieten die Museen dazu auch vermehrt Informationen an. Man kann also am heimischen Gerät per Internet alles besuchen, was man interessant findet.

Wir waren Ende März in der aktuellen Ausstellung des Bucerius-Kunstforums in Hamburg und haben uns Gemälde und Zeichnungen von David Hockney angeschaut.

Montag, 3. Februar 2020

Van Eyck. Eine optische Revolution

Turin-Mailänder Stundenbuch, Quelle Wikipedia
Jan van Eyck ist ein flämischer Maler des Spätmittelalters, der als Begründer und berühmtester Vertreter der altniederländischen Malerei gilt. Ihm widmet das Museum der Schönen Künste in Gent (MSK) eine umfassende Schau, nachdem sein berühmtestes Werk der Genter Altar gerade in den letzten Jahren restauriert worden ist. In dieser Ausstellung sind gut die Hälfte der weltweit nur etwa zwanzig erhaltenen Werke des Meisters zu sehen.

Van Eyck ist um 1390 wahrscheinlich in Maaseik geboren worden und starb 1441 in Brügge. Mit seiner Malerei leitete er eine neue naturalistische Kunstepoche nördlich der Alpen ein. Besonders gerühmt werden seine vollendete Maltechnik und sein Sinn für eine so wirklichkeitsgetreue Darstellung, dass man manchmal meint eine Figur trete direkt aus ihrem Rahmen auf den Betrachter zu. Über das Leben des Malers ist nur wenig bekannt. Er hatte einen ältereren Bruder, Hubert, der ebenfalls Maler war, sowie zwei jüngere Geschwister. Ab 1432 lebte er in Brügge, wo er bald seine Frau Margarete heiratete.

Sonntag, 22. Dezember 2019

Fatschenkinder und Weihnachtskrippen

Papierkrippe aus den 60er Jahren von Johannes
Mit dieser schönen Papierkrippe, deren Bild mir Johannes zugeschickt hat, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs und natürlich allen Aktiven beim Kunstsurfen ein 

Frohes Fest und ein gutes Neues Jahr!

Gotische Weihnachtskrippe, um 1500
 aus dem Rijksmuseum in Amsterdam  
Dass Johannes mir dieses Bild geschickt hat, hat direkt mit dem Kunstsurfen zu tun, denn wir haben uns beim letzten Treffen mit der Geschichte und den vielfältigen Formen der Weihnachtskrippe beschäftigt. Seit wann werden eigentlich Krippen mit dem Jesuskind in der christlichen Welt aufgestellt? Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht genau, aber ich habe eine frühe

- Wiege, Jan Borman (II) zugeschrieben, um 1500 (62 cm hoch)

gefunden, die als Weihnachtskrippe im gotischen Stil beschrieben wird. Wir haben sie uns genauer angesehen mit ihren vier Löwenfüßen und dem durchbrochenen Sockel, auf dem ein hoher gotischer Bogen steht, der von Fialen mit Krabben bekrönt ist. Darin hängt der zierlich durchbrochene Wiegenkörper, der auf zwei Stangen zum schwingen zu bringen ist. Sicher gab es dazu ein Christkind, das in die Wiege gelegt wurde. In der Beschreibung des Rijksmuseums heißt es außerdem, dass Weihnachtskrippen für den privaten Gottesdienst zu Hause sowie in Klöstern und Kirchen verwendet wurden. Man stellte sie am Weihnachtstag auf den Hochaltar und sang während der Priester die Krippe bewegte, an der ein Glockenspiel befestigt sein konnte.

Freitag, 13. Dezember 2019

Tiepolo - Der beste Maler Venedigs

Apollo und Daphne (By Giovanni Battista Tiepolo - Web
Gallery of Art: Image Info about artwork, Public Domain,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15398392)
Johannes hat mich auf die Ausstellung über Tiepolo in der Staatsgalerie Stuttgart hingewiesen, die bis zum 2. Februar 2020 läuft. Das Thema passt hervorragend zu der Barockausstellung im Museum Barberini, über die wir im vorigen Monat gesprochen hatten. Die Bilder dieses Malers, die zeitlich später entstanden sind als die in der Berliner Ausstellung, haben sozusagen unseren Blick auf den Barock bis ins Rokoko erweitert.

Die Lebensgeschichte von Giovanni Battista Tiepolo kann man natürlich wieder bei Wikipedia nachlesen. Er wurde 1696 in Venedig geboren, ging bei einem Bruder seiner Mutter in die Malerlehre und machte sich schon als 18jähriger erfolgreich selbstständig. 1750 ging er mit seinen beiden Söhnen nach Würzburg, wo er die Decke des Treppenhauses und den Gartensaal in der Residenz des Fürstbischofs ausmalte. Er starb 1770 in Madrid.

Montag, 11. November 2019

Wege des Barock im Museum Barberini

Ausschnitt aus Pietro da Cortona, Der Triumph der göttlichen Vorsehung,1632–1639  (Quelle CC BY-SA 4.0)
Die Ausstellung "Wege des Barock" ist schon wieder abgebaut. Also ist dieser Post definitiv zu spät für die Presseabteilung des Museums. Aber andererseits muss ich mit diesem Blog zum Glück ja nicht aktuell sein und außerdem ist das Internet immer aktuell oder?

Ausgestellt waren in Potsdam "54 Meisterwerke aus dem Palazzo Barberini und der Galleria Corsini". Nachgezeichnet werden sollte damit die von Caravaggio ausgehende Entstehung der römischen Barockmalerei und ihre Ausstrahlung nach Europa. Hier in diesem Blog ging es schon einmal um das neue Ausstellungsgebäude in Potsdam, wie sich Ursel sofort erinnerte. Allerdings standen damals die Impressionisten im Mittelpunkt.

So haben wir uns nun als erstes das Vorbild des Potsdamer Gebäudes in Rom angesehen:

- Palazzo Barberini, Stich des 18. Jahrhunderts

und sein Abbild kurz mit dem neuen Gebäude verglichen. Der römische Palast wurde 1627–1638 im Stil des Barock erbaut. Auftraggeber waren die beiden Neffen von Papst Urban VIII., Taddeo Barberini, der Fürst von Palestrina, und sein Bruder, der Kardinalnepot Francesco Barberini. Als Architekt war zuerst Carlo Maderno tätig, nach dessen Tod 1629 übernahm Gian Lorenzo Bernini die Bauleitung. Dieser Palast besitzt eine der wichtigsten Sammlungen römischer Barockmalerei weltweit.

Dort befindet sich auch das Deckengemälde, das im Eingangsraum der Potsdamer Ausstellung mit Beamern an die - etwas kleinere - Decke eines abgedunkelten Raumes geworfen wurde:
- Pietro da Cortona, Der Triumph der göttlichen Vorsehung,1632–1639

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Tomi Ungerer

Kaum haben wir beim Kunstsurfen uns mit dem Werk von Tomi Ungerer beschäftigt, schon widmet "DIE ZEIT" ihr ganzes Magazin (Nr. 43/2019 / 16.10.2019) diesem ungewöhnlichen Künstler, der im Frühjahr dieses Jahres gestorben ist. Wir sind also auch als Senioren ganz und gar auf der Höhe der Zeit 😉.

Tatsächlich gab und gibt es in diesem Jahr auch mehrere Ausstellung mit Werken von Tomi Ungerer. Genannt sei hier:

Tomi Ungerer the european im Straßburger Tomi Ungerer Museum (05.07 - 20.10.2019)

und Tomi Ungerer - Zeichnungen, Collagen und Objektkunst aus der Sammlung Würth im Würth-Haus in Rorschach (14.05. 2019 - 15.03.2020). Außerdem kann man Werke von Ungerer natürlich in seinem Straßburger Museum sehen.

Zu Europa haben wir uns gleich das Ausstellungsplakat

- Gouache ohne Titel (bzw. mit der Benennung "La Diva de l'Europe" (Die Diva Europas) 36 x 25.5 cm