Montag, 4. September 2017

Sonne, Sand und Meer - Badende in der Kunst

In den letzten Augusttagen fand ich eine kleine Ausstellung zum Thema Sonne und Meer, die das Rijksmuseum in Amsterdam ins Netz gestellt hatte. Das war der Anlass um mich einmal für Wasser, Strand, Sonne und das Baden in der Kunst zu interessieren.

Das Kunstsurfen im August startete deshalb mit einem ganz besonderen Bad aus einer Zeit, in der das Baden noch kein Sommervergnügen der besseren Gesellschaft war. Immerhin aber ging es dabei schon um das Thema "Anti-aging" :-)). Auf dem Bild von

Lukas Cranach dem Älteren, Jungbrunnen, 1546

Datei:Lucas Cranach - Der Jungbrunnen (Gemäldegalerie Berlin).jpg
Lukas Cranach d. Ä, Der Jungbrunnen (Bildquelle Wikipedia)
ist eine ganze Menge zu sehen: Da gibt es das rechteckige Badebecken, zu dem von links die Alten und kranken Frauen kommen bzw. teilweise hin getragen werden müssen; dann die Badenden Frauen im Wasser - und ja da baden nur Frauen, die Männer haben es nicht nötig (wo habe ich gelesen, dass man damals glaubte, die Männer würden sich durch den Beischlaf mit jungen Frauen von selbst verjüngen?); dann die jungen Frauen, die aus dem Wasser steigen und sich im Zelt ankleiden; und über dem Zelt die tafelnden und tanzenden Paare, von denen eines gerade im Gebüsch verschwindet! Und ja die beiden Figuren auf dem Brunnenpfeiler sind Amor und Venus, die Götter der Liebe....  

Donnerstag, 3. August 2017

Skulptur Projekte 2017 in Münster

Ausschnitt aus der Website der Ausstellung
Seit 1977 gibt es auch in Münster in Westfalen eine wiederkehrende Ausstellung moderner Kunst. Allerdings findet die "Skulptur Projekte" nicht wie die Dokumenta im fünfjährigen Rhythmus, sondern nur alle zehn Jahre statt. In Münster sind ebenfalls Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen. Aber dort sind sie aufgefordert direkt in der Stadt neue Werke zu erschaffen. So sind dieses Jahr 35 "neue künstlerische Positionen zwischen klassischer Bildhauerei und performativer Kunst" - so ist es auf der Website der Stadt zu lesen - zu sehen oder besser zu erleben. Die Ausstellung läuft vom 10. Juni bis zum 1. Oktober 2017 und der Eintritt kostet nichts.

Eine vollständige Auflistung aller Künstler und ihrer Werke findet sich auf der Ausstellungswebsite. Einen kürzeren Überblick gibt die Seite des Art-Magazins, dort werden die Künstler mit ihren Werken kurz umrissen und auch ein Stadtplan mit den Orten, wo man die Kunst findet, ist abgedruckt.

Wer sich selbst ein Bild von der Ausstellung machen will, sei hier gleich vorneweg auf zwei interessante Reportagen verwiesen, die Bilder, Texte, Videos und Interviews von der Ausstellung zeigen:
Kulturkenner

Mittwoch, 12. Juli 2017

dokumenta 14 in Kassel

Hier war das Werk von Máret Ánne Sara, Pile o’ Sápmi, 2017,  im Bild zu sehen. Leider darf man die Pressefotos der documenta 14 nur bis zum 31.12.2017 lizenzfrei zeigen. Deshalb ist es hier nicht mehr zu sehen. 

Dieses Jahr pilgert die Kunstwelt nach Athen und Kassel, um die Werke zu sehen, die für die vierzehnte Dokumenta ausgewählt bzw. teilweise speziell dafür gestaltet worden sind. Virtuell dorthin zu pilgern ist allerdings nicht ganz einfach. Die Website dokumenta 14 ist erstmal verwirrend. Sie hat zwar am oberen Rand ein Menü, das man aufklappen kann, doch das fällt erst auf den zweiten Blick auf. Ansonsten sieht sie einem Blog ähnlich, der über alles Mögliche informiert, was gerade so am Laufen ist. Einen Überblick über die Ausstellung erhält man erst mit dem Menüpunkt "Öffentliche Ausstellungen". Dann öffnet sich die Seite, auf der man die Namen der Künstler und Künstlerinnen und die Orte, an denen die Kunstwerke zu finden sind, - jeweils geordnet nach Athen und Kassel - aufgelistet bekommt. Und natürlich sind es viel zu viele Kunstwerke, so dass man nicht einmal ansatzweise einen Überblick bekommt, wenn man sich nicht tagelang mit dieser riesigen Kunstausstellung befasst. Soviel als Einleitung!

Umgeschaut haben wir uns nur in Kassel. Mir persönlich ist dabei aufgefallen, dass man zusätzliche Informationen zu den Kunstwerken braucht, weil die Werke aus sich selbst heraus nicht unbedingt verständlich sind. (Aber möglicherweise war das ja bei der Kunst immer so? Schließlich musste man auch bei mittelalterlichen Altären den Gläubigen erklären, welche Geschichten von Christus und Heiligen die Bilder erzählten.)

Freitag, 2. Juni 2017

Paint the Revolution - Mexican Modernism 1910–1950

Website zur Ausstellung im Museo del Palacio
de Bellas Artes in Mexico City
Diese Ausstellung tourt im Augenblick durch Amerika und Mexiko. Sie  war vom 25.10.2016 bis zum 8.1.2017 im Philadelphia Museum of Art, vom 10.2. bis zum 7.5.2017 im Museo del Palacio de Bellas Artes in Mexico City und wird vom 25.6. bis zum 1.10.2017 in Houston im Museum of Fine Arts zu sehen sein. Es gibt dazu einen englischen Katalog und einen spanischen Katalog.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kerry James Marshall - Mastry

Bis zum 3. Juli 2017 läut im "MOCA - The Museum of Contemporary Art" in Los Angeles "Mastry", eine Gesamtschau des Werkes von Kerry JamesMarshall. Diese Ausstellung war zuvor im Metropolitan Museum of Arts in New York zu sehen.

Der Maler Kerry James Marshall wurde 1955 in Birmingham, Alabama geboren und studierte am Otis Art Institute in Los Angeles. Auf Wikipedia heißt es, dass er sich als ein Künstler versteht, der die Historienmalerei in neuer Form fortführt. Er war mit seinen Werken 1997 auf der documenta X und 2003 auf der Biennale di Venezia, sowie 2007 auf der documenta 12 vertreten.

Sonntag, 2. April 2017

MAGRITTE - DER VERRAT DER BILDER

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt zeigt noch bis zum 5. Juni 2017 eine Ausstellung über René Magritte, die vorher im Centre Pompidou in Paris zu sehen war.

Ich habe es mir dabei diesmal beim Kunstsurfen ganz einfach gemacht. Der Schirn hat nämlich ein großartiges Digitorial zur Vorbereitung des Ausstellungsbesuches online gestellt und wir haben uns eine Stunde lang darin von Bild zu Bild "gehangelt".

Trotzdem kommen hier erst einmal noch die Informationen zu dem Maler René Magritte auf Wikipedia, wo man mehr über seinen Lebenslauf erfährt.

Montag, 30. Januar 2017

Das neue Museum Barberini

Die App des Museums Baberini
Vor Kurzem wurde das Museum Barberini in Potsdam eingeweiht und das war natürlich ein Anlass es auch gleich virtuell zu besuchen, besonders da es auch eine eigene App des Museums (Apple/Android) gibt, mit der man die Räume des wiederaufgebauten Palais Barberini durchwandern kann. Es gibt in ihr Bild- und Tondokumente zur bewegten Geschichte des Gebäudes und Erinnerungen von Zeitzeuginnen des historischen Palais Barberini, aber auch Führungen durch die laufenden und durch kommende Ausstellungen.

Leider lässt sich die App bisher nur auf das Smartphone hochladen. Für das Tablet, auf dem man natürlich zu Hause die Bilder sehr viel besser sehen könnte, scheint es sie - noch? - nicht zu geben. Hoffentlich ändert sich das noch!
Für alle, die sich auch ohne App einen Überblick über die ausgestellten Bilder verschaffen wollen, gibt es aber immerhin eine englische (! - auf deutsch habe ich sie nicht gefunden) Pressemitteilung, in der ab Seite 26 die Bilder des Museums abgebildet sind!