Mittwoch, 30. März 2016

MANIERA - Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici


Ausstellungsseite des Städelmuseums (Der Pfeil zeigt auf das Digitorial)
Im März haben wir uns die Ausstellung zum Florentiner Manierismus im Städelmuseum angesehen.

Zur digitalen Vorbereitung des Ausstellungsbesuches, die wie alle Internetauftritte des Städelmuseums sehr gut und empfehlenswert ist, geht es links auf der Ausstellungsseite mit dem Link "Digitorial" (man kann dorthin auch hinunter scrollen). Dort klickt man dann rechts auf "Zum Digitorial"  um endlich auch dorthin zu gelangen. Das ist leider etwas umständlich. Das Digitorial hat nämlich leider keine eigene Webadresse bekommen. Warum eigentlich nicht?
Abschnitt auf der Ausstellungsseite 
mit dem Link zum Digitorial
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Übrigens in Parenthese geschrieben: Wir haben auch über den neuen Online-Kurs des Städelmuseums gesprochen. Wir finden den Kurs toll! Aber nicht ganz zu Unrecht meinte Ursel und zwar aufgrund ihrer MOOC-Erfahrungen (massive open online course), dass sie sich bei diesem Kurs mutterseelenallein fühlt, weil keine Möglichkeit zum Austausch mit anderen Kursteilnehmern z.B. in sozialen Netzwerken vorgesehen ist. Bei den MOOCs dagegen hat sie eine Reihe von interessanten Menschen kennen gelernt. Müssen wir also selbst initiativ werden? Hat jemand Lust sich auszutauschen? Dann bitte unten kommentieren!
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Samstag, 6. Februar 2016

Picasso "Fenster zur Welt" - Neue Ausstellung im Bucerius Kunst Forum in Hamburg

Passend zum Thema vom letzten Mal Kunstsurfen kommt hier der Hinweis auf die neue Ausstellung im Bucerius Kunst Forum in Hamburg, die sich dem Motiv des Fenster im Werk von Picasso widmet. Auf der Website der Ausstellung kann man eine Reihe von Bildern dazu bewundern.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Der Blick aus dem Fenster

Caspar David Friedrich, Frau am Fenster,
1822 (Bildquelle)
Beim ersten Treffen in diesem Jahr haben wir sozusagen aus dem Fenster geschaut. Wir haben uns nämlich mit dem Blick aus dem Fenster in der Kunst beschäftigt.

Bei meinem - und wie sich herausstellte nicht nur meinem - Lieblingsbild schaut man allerdings noch nicht aus dem Fenster sondern in ein Zimmer mit Fenster:

- Adolph Menzel (1815–1905) Balkonzimmer, 1845 

Im Gespräch war es interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist, da merkte einer die häßliche Wand an, die jemand anderes noch gar nicht gesehen hatte, weil die offene Balkontür mit dem Vorhang stärker im Blick war, während noch jemand die Stühle gerne mochte, weil er/sie selbst einmal genau solche Stühle hatte. Aber ich glaube, alle konnten unterschreiben, dass in diesem Bild ein Gefühl für die Öffnung der engen Stube hin zu Licht und Luft vermittelt wird.

Aber nun zum Blick aus dem Fenster:

- Caspar David Friedrich (1774–1840), Frau am Fenster, von 1822

zeigt die Frau des Künstlers, Caroline, in seinem Atelier in Dresden, in der Straße "An der Elbe" Nr,  33, Wer mehr darüber wissen will, kann sich hier informieren. Wir schauten mit Caroline auf die Elbe und auf die Masten der Schiffe. Uns Norddeutschen waren die hohen Stangen jedenfalls gleich als Masten mit Flaschenzügen erkennbar. Im Süden der Republik kam die Assoziation zum Maibaum auf, die aber abgelehnt wurde. Auch die Elbe mit ihrer frühlingshaften Pappelpflanzung ist erkennbar, selbst wenn man den Fluss selbst gar nicht sieht. Zugleich fiel aber auch das zweigeteilte Fenster, das viel mehr Platz für den Himmel als für die Erde lässt, und der dunkle Raum mit seiner engen Fensternische auf, die von Caroline Gestalt fast ganz ausgefüllt wird. 

Donnerstag, 26. November 2015

CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart

Wie jedes Jahr vor Weihnachten habe ich nach einem Thema gesucht, das irgendwie mit Weihnachten in Verbindung zu bringen ist. "Caritas", finde ich. passt sehr gut zu diesem Fest, vor dem jedes Jahr die Spenden für "barmherzige Werke" in die Höhe steigen. Und ja, mit dem Treffen Ende November ging das Kunstsurfen dieses Jahr zuende und wir treffen uns erst im Januar wieder.

Die Ausstellung "CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart" ist bis zum 13. Dezember 2015 im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen.

Auf Wikipedia findet sich die Definition: „Karitas (von lat. caritas = Teuerung, Hochachtung, hingebende Liebe, uneigennütziges Wohlwollen) ist im Christentum die Bezeichnung für die tätige Nächstenliebe und Wohltätigkeit. Die wertschätzende, helfende Liebe gilt seit den Anfängen des Christentums als christliche Tugend. … Die Tätigkeitsbereiche sind insbesondere Kranken- und Altenpflege, Hilfe für Familien in Not, das Besuchen von Gefangenen und Solidarität mit Ausgestoßenen. …. Diese Fürsorge für Kranke und Hilfebedürftige brachte der jungen christlichen Kirche recht schnelle Popularität. Dies wird als einer der Gründe gesehen, dass die meisten Herrschenden, auch wenn sie selbst nicht zu Christen wurden, christliche Missionare zumindest duldeten und manchmal auch selbst unterstützten.“

Donnerstag, 5. November 2015

Akseli Gallen-Kallela - Finnlands berühmter Maler

Vorausgeschickt sei, dass Senioren Lernen Online seit langem über Europäische Projekte mit der Volkshochschule in Sastamala (Sastamala Opisto) in Finnland "verbandelt" ist. Wir Senioren nehmen als Muttersprachler auch an einem Deutschkurs der finnischen Volkshochschule teil. Durch die Gespräche mit den Finnen, die ihr Deutsch auffrischen, erfahren wir viel über das Land, seine Geschichte und seine Kultur. Elina hat uns dort den Maler, Architekten und Designer AkseliGallen-Kallela vorgestellt, der besonders wegen seiner Illustrationen zum finnischen Nationalepos Kalevala bekannt geworden ist. Ehrlich! Ich hatte diesen Namen vorher noch nie gehört!

Zuerst haben wir uns sein Haus Kalela in Ruovesi angschaut, ein typisches finnisches Holzhaus mit einem großen Atelierraum

Eines seiner frühen Bilder ist:
Uns fielen besonders die großen, abgearbeiteten Hände, das nackten Füße, die ärmliche Bekleidung und das herbe Gesicht der alten Frau auf, zusammen mit ihrer müden Haltung. Die finnische Landschaft im Hintergrund warf Fragen auf, die zum Glück Karl beantworten konnte, der die Linie von links vorn nach rechts oben als typischen finnischen Zaun erklärte: Es werden jeweils zwei Pfosten gesetzt und zwischen sie werden dünne Baumstämme schräg eingelegt. 

Dienstag, 29. September 2015

Die Botticelli Renaissance in Berlin

Sandro Botticelli, Die Geburt der Venus, um 1480  (Quelle)
Vor kurzem wurde in der Berliner Gemäldegalerie im Kulturforum die Ausstellung "The Botticelli Renaissance" eröffnet, die bis zum 24. Januar 2016 läuft und danach vom 5. März bis zum 3. Juli 2016 im Londoner Victoria and Albert Museum unter dem besseren Titel "Botticelli reimagined" zu sehen sein wird.

Der englische Titel scheint mir übrigens angemessener, weil es in dieser Ausstellung nicht um eine Renaissance also eine Wiedergeburt geht, sondern um das "Wieder-Ausmalen" des Themas, wie man den Begriff vielleicht übersetzen könnte.

Angesehen haben wir uns eigentlich nur ein Bild, das allerdings in extrem unterschiedlichen Variationen; nämlich die "Geburt der Venus",

Sonntag, 16. August 2015

Lucas Cranach d. J. - Landesausstellung Sachsen 2015

Bis zum 1. November 2015 läuft noch die diesjährige Landesausstellung Sachsen, die sich Lucas Cranach d. J., verbunden mit der Werkstatt seines Vaters Lucas Cranach d. Ä. , und damit der Reformationszeit widmet.

Lucas Cranach d.Ä, Gesetz und Gnade (Quelle: Lucas Cranach der Ältere
[Public domain], via Wikimedia Commons) Unter diesem Link
sind auch alle Inschriften aufgeführt, die auf der Tafel zu lesen sind!
Die Website ist anfangs ein wenig verwirrend, aber man findet sich schnell zurecht. Links oben sind sieben Kreise, deren Bilder unter der Maus aufleuchten. Dahinter stecken verschiedene Einzelausstellungen bzw. Ausstellungsorte. Kurz aufgezählt sind das:
in Wittenberg:
in Dessau-Roßlau: im Wörlitzer Park, Oranienbaum-Wörlitz
in Kirchen in Dessau, Wörlitz, Zerbst, Klieken, Coswig, Kemberg, Dabrun, Dietrichsdorf
Zusätzliche Angebote verstecken sich dann noch unter den Kreisen auf der rechten Seite. 

Auf den einzelnen der oben genannten Seiten, findet man allgemeine Informationen zu der jeweiligen Ausstellung und natürlich praktische Hinweise, die man braucht, wenn man nicht nur surft, sondern alles vor Ort anschauen will. Dafür sollte man sich wahrscheinlich Zeit nehmen, denn außer der Lutherstadtt Wittenberg gehören ja noch eine ganze Reihe anderer Orte zum Programm dieser Landesausstellugn.