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| Website zur Ausstellung |
Das Museum Barberini in Potsdam zeigt bis zum 1. Februar 2026 eine große Ausstellung über das Einhorn in der Kunst. Danach wandert die Schau vom 13. März bis 12. Juli 2026 in das Musée de Cluny in Paris, wo man dann auch die faszinierenden Bildteppiche der Dame mit dem Einhorn bewundern kann, die auch in diesem Blog schon einmal Thema gewesen sind.
Zu sehen sind rund 150 Werke und Objekte, deren Zeitspanne vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart reicht. Bei allen geht es um das Fabelwesen, das in unterschiedlicher Gestalt aber immer mit einem Horn auf der Stirnmitte dargestellt worden ist. Es galt im europäischen Raum als das edelste aller Fabeltiere und steht als Symbol für das Gute, aber auch für Freiheit und Unbezähmbarkeit, für Reinheit und Unschuld, für Natürlichkeit und Zuneigung.
Um das Einhorn kennen zu lernen, haben wir uns zuerst das folgende Bild angesehen:
- Maerten de Vos, Einhorn, 1572
und dabei festgestellt, dass dieses Einhorn einerseits Ähnlichkeit mit einem Pferd hat, der Kopf aber an einen Ziegenbock denken lässt, während der Schwanz am ehesten dem, allerdings verlängerten, Ringelschwanz eines Schweines gleicht. Und dieses Einhorn von Maerten de Vos lebt ganz offensichtlich in der fernen Welt Afrikas. Es wird von schwarzen und kaum bekleideten Menschen, die in Baumhäusern wohnen, mit Pfeil und Bogen gejagt; eine Jagdmethode die zur Zeit des Malers in Europa schon lange überholt war.

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